#GegenCybermobbing – Projekttag und Beratungsplattform

Seit einem Jahr gibt es die Online-Beratungsplattform der Cybermobbing-Hilfe nun schon. Diesen Anlass nutzen wir, um  Schüler:innen über Cybermobbing aufzuklären.

Rund 60 Schüler:innen aus Düsseldorf und Krefeld sind heute, am 2. Juni 2022, in Düsseldorf teil unseres Projekttages zum Thema Cybermobbing.  

Vor einem Jahr hat Lukas Pohland, 17-jähriger Schüler und Gründer der Cybermobbing Hilfe e.V., eine Online-Beratungsplattform ins Leben gerufen mit dem Ziel, Jugendlichen einen vertrauenswürdigen und anonymen Ausweg aus Cybermobbing-Situationen zu bieten. “Mir wurde damals [in der Schule] schon klar, wie hilflos man sich fühlen kann und wie wenig Unterstützung man erfährt. Deshalb war mir schon damals klar, dass ich später anderen helfen will, und habe deshalb die Beratungsplattform gegründet.” berichtet Lukas im Interview. Junge ehrenamtliche Beraterinnen und Berater helfen täglich Jugendlichen, die von Cybermobbing betroffen sind und unterstützen sie dabei, einen Ausweg aus diesen Mobbingsituationen zu finden.

Auch Schauspieler Patrick Mölleken (u.a. Tatort, Alarm für Cobra 11) ist zu Gast, er engagierte sich schon in mehreren Projekten und Filmen gegen Cybermobbing. Er rief die Jugendlichen dazu auf, sich gemeinsam gegen Mobbing stark zu machen: “Cybermobbing ist ein Thema, das uns alle angeht. Jeder, der […] Soziale Netzwerke nutzt, kann betroffen sein. Mir selbst ist es auch ein wichtiges Anliegen, darüber aufzuklären und viele meiner Projekte beschäftigen sich mit dem Thema. Deshalb bin ich heute sehr gerne dabei.”

In Form eines Rollenspiels wurden beim Projekttag Beratungssituationen, wie sie täglich über die Plattform stattfinden, live auf der Bühne nachgespielt. Schauspieler Patrick Mölleken verkörperte dabei die Rolle eines betroffenen Schülers. Die Jugendlichen wurden aktiv mit einbezogen und konnten den Verlauf der Geschichte beeinflussen und entscheiden, ob der Betroffene sich beispielsweise mit seinen Sorgen und Ängsten an Freunde oder seine Eltern wendet. 

Anschließend wurden die Schüler:innen selbst zu Schauspieler:innen und Drehbuchautor:innen. In einem Videoworkshop halten sie fest, was sie im Laufe des Tages gelernt haben und zeigen in ihren Videos eine Cybermobbing-Situation und wie diese gelöst werden kann. 

“Es begeistert mich jedes Mal, wie die Jugendlichen im Laufe der Veranstaltung dazulernen und Dinge mitbekommen, die sie vorher nicht wussten und diese dann auch später konkret anwenden. Vor allem in den Rollenspielen hat man gemerkt, dass ein Bewusstsein dafür entstanden ist, was Cybermobbing ist und wie fatal es sein kann. Deshalb finde ich solche Veranstaltungen super.” sagte Moderator Mirko Drotschmann im Anschluss.