Schulabschluss geschafft – und dann…? Ergebnisse des SchulhofBarometers 2017

Die Studie der Deutschen Bildung SchulhofBarometer 2017 zeigt, dass sich deutschen Schüler mehr Angebote zur Berufsberatung wünschen. Schulen sowie Ausbildungsträger müssen hier aufrüsten und zielgruppenorientierte Formate schaffen.

19 Prozent der Befragten im SchulhofBarometer gaben an, dass sie noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen. Die meisten Unentschlossenen können sich nicht entscheiden (56,8 Prozent) oder haben sich noch nicht informiert (23,7 Prozent). Außerdem geben 22,7 Prozent  an, überfordert zu sein beziehungsweise zu 20,2 Prozent, dass sie zu wenig Überblick haben.

Die Informationsquelle Nummer Eins bei der Studien- bzw. Berufswahl ist für die Befragten zu 86,9 Prozent die Internetrecherche. Zu 65,2 Prozent Infos an der Schule und zu 49,2 Prozent Messen und andere Events. Abgeschlagen folgen Orientierungstests, Bücher, Zeitschriften und Magazine sowie das Arbeitsamt. Der wichtigste Einfluss für die Entscheidung sind vor allem die Eltern (73,6 Prozent), gefolgt von Freunden und Bekannten (51,3 Prozent) sowie Hochschulen und Ausbildungsträgern (44,9 Prozent). Dies erklärt auch, warum die Herkunft immer noch eine entscheidende Rolle spielt, ob die Schüler sich für ein Studium oder eine Ausbildung entscheiden. 

Gerade die Berufsberatung an den Schulen enttäuscht die Jugendlichen, die sich von dort zu 46,6 Prozent mehr Hilfe wünschen. Vor allem den Ausbildungsträger und die Hochschulen sehen die Befragten außerdem in der Pflicht, ihre Angebote besser und häufiger zu vermitteln – 46,4 Prozent fehlt hier mehr Unterstützung in der Berufsorientierung.

Organisierte Beratung ist also gefordert und würde helfen, den Schülern mehr Sicherheit über Möglichkeiten und eigene Fähigkeiten zu geben. Vor allem der mangelnde Überblick (78,5 Prozent), zu kurz geratene individuelle Beratung (62,2 Prozent) und zu wenige allgemeine Informationen (58,6 Prozent) führen zur Unsicherheit über die Berufswahl.

Bedeutung und Lektionen für das Personalmarketing

Das wichtigste Learning aus der Studie SchulhofBarometer ist, dass es ein klare Lücke in Sachen Berufsberatung gibt, die Schulen bisher noch nicht ausreichend abdecken. Die befragten Schüler wünschen sich vor allem mehr Überblick und individuelle Beratung. Vor allem von den Schulträgern und Arbeitgebern benötigen die Schüler mehr Unterstützung. Hier fehlen mehr Informationen und Angebote rund um das Spektrum an Stellen und Chancen.

Gemäß dem Trend zur Digitalisierung ist es nicht verwunderlich, dass die Digital Natives ihre Informationen vor allem online beziehen. Dies gibt allen Personalmarketing-Maßnahmen Recht, die online über Ausbildungsplätze oder Berufschancen informieren. Aber auch auf dem Schulhof lassen sich die Arbeitnehmer von morgen gut erreichen – so wünschen sich schließlich knapp die Hälfte mehr Beratung, die an der Schule stattfindet und die nicht aktiv gesucht werden muss. Ein Beispiel hierfür sind die Schulvorträge, die wir gemeinsam mit unserem Kunden der Bayer AG umsetzen. Hier wird vor Ort informiert und bieten ausgebildete Teamer den Schülern die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen. Neben den privaten Initiativen ist es außerdem denkbar, dass Lehrende und Arbeitgeber im Schulterschluss mehr Angebote zur Berufsorientierung schaffen. Gemeinsam organisierte Vortragsreihen können es schaffen die Lücke zu füllen und Schüler zu ihrem Traumjob inspirieren. Beispiele für unseren Schwerpunkt Berufsorientierung finden Sie hier.

Doch was ist für die Jobwahl entscheidend?
Den befragten Schüler war es in Bezug auf ihre Berufswahl am wichtigsten, später mal ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten einzubringen. Dem folgt der Wunsch nach Jobsicherheit und guter Bezahlung. Verhältnismäßig unwichtig waren den Befragten, Karriereziele und etwas Sinnvolles zu tun. Abgeschlagen: das Image ihres zukünftigen Berufs. Die Umfrage ergab hier, dass das Wertesystem der Schüler ihre Präferenzen prägt. Wer Wert auf Karriereziele legt, studiert Jura – wer etwas Sinnvolles tun möchte eher Medizin. Gerade das eigene Interessen und Fähigkeiten mit einzubeziehen, einen derart hohen Stellenwert hat, weist darauf hin, dass die fachliche Förderung an Relevanz gewinnen muss. Dies kann beispielsweise durch Bildungskommunikation geschehen. Mehr über unseren Schwerpunkt Bildungskommunikation lesen Sie hier.

Allgemeine Informationen zum SchulhofBarometer:

Die auf Studienförderung spezialisierte Deutsche Bildung hat zum zweiten Mal das SchulhofBarometer durchgeführt. Die Zahl von 1.920 Schülern und Abiturienten aus ganz Deutschland, die den Online-Fragebogen ausgefüllt haben, erlaubt aussagekräftige Ergebnisse, die entscheidende Hinweise zur Studien- und Berufswahl liefern und ganz im Sinne eines „Barometers“ größere Trends erfassen. Die Befragung wurde zwischen dem 19. September und dem 7. November 2016 durchgeführt. Mit unserem Jugendmagazin YAEZ sind wir Medienpartner der Studie. 

YAEZ ist eine spezialisierte Agentur für junge Zielgruppen mit den Schwerpunkten Corporate Publishing, Bildungskommunikation und Personalmarketing. Die YAEZ Verlag GmbH ist eine inhabergeführte Agentur mit Sitz in Stuttgart und einem Büro in Berlin.

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